WIR IM MITTELPUNKT!

DAS IST UNSERE SCHULE!

Wirtschaftsinteressen, Parteien-Kleinkrieg, Lehrer_innengewerkschaft – um wen oder was geht es eigentlich bei der Bildungsdiskussion in Österreich? Um wen sollte es gehen? Um uns Schüler_innen! Wir haben viel zu sagen zur Schule. Deshalb haben wir uns in ganz Österreich vor Schulen gestellt und gesagt, was wir zu sagen haben. Unsere Forderungen zur Schule könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Forderungen

Unsere Hauptforderung ist klar: Schüler_innen in den Mittelpunkt!

Die Gebäude: Schüler_innen sollen endlich mitbestimmen können, wie ihre Schule aussehen soll. Das heißt: Platz für Freiräume schaffen, lernfreundliche Umgebungen kreieren und auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen eingehen!

Der Unterricht: Schüler_innen haben ihre eigenes Tempo – und nach keinem anderen sollen sie lernen. Das Erarbeiten von Themen soll Spaß machen, frei von Zeit- und Fächergrenzen sein. Auch lernen muss man lernen. Alternative Pädagogik muss endlich den Frontalunterricht ablösen. Schule soll den Schüler_innen Spaß machen und sie motivieren.

Die Bewertung: Das Ziffernsystem gehört abgeschafft und durch individuelle Bewertungen ersetzt. Kinder und Jugendliche sollen nicht nach auswendig gelerntem Wissen abgefragt werden – und Prüfungsangst soll vermieden werden. Das Augenmerk liegt auf der Entwicklung von Kompetenzen und den persönlichen Potenzialen der Schüler_innen.

Die Inhalte: Der Lehrplan muss vielfältig sein, unterschiedliche Interessen fördern und Individualität zulassen. Die Geisteswissenschaften sollen endlich den Stellenwert erhalten, den sie verdienen. Genauso wie die Künste enorm wichtig sind für Schüler_innen, auch in berufsbildenden Schulen. Gesamt betrachtet sollen Menschen in einem funktionierenden Bildungssystem Kompetenzen trainieren, die eigenen Talente fördern und selbstständiges Denken und Handeln erlernen.

Die Lehrer_innen: Die Lehrer_innenausbildung muss endlich zeitgemäß angepasst werden. Lehrer_innen müssen emotionale Intelligenz haben und Inhalte vermitteln können. Dafür sollen sie auch entsprechend entlohnt werden, angefangen bei Kindergärtner_innen bis zu den Junglehrer_innen. Eine Schüler_innen-Anwaltschaft soll Schüler_innen die Chance geben, sich gegen unfaire, sexistische oder rassistische Lehrkräfte zu wehren.

Das System: Eine gemeinsame Schule frei von sozialer Selektion ist das Ziel. Diese sollen Schüler_innen gerne besuchen und sich dort frei entfalten können. Dabei kann es sich durchaus um eine ganztägige Schulform handeln, die die Eltern entlastet. Wichtig ist jedoch, dass Schüler_innen nach der Schule Freizeit haben.

Die Demokratie: Eltern sollen nicht weiter als schulfremd gelten – sie sind ein wichtiger Teil im System. Schüler_innen sollen befähigt und bemächtigt werden. Auch Demokratie muss man erlernen.

Die Bürokratie: Wir fordern mehr Spielraum für die einzelnen Schulen. Innovative und intelligente Ideen und Neuerungen sollen nicht durch endlose bürokratische Prozesse im Keim erstickt werden. Durch die Vereinfachung des Schulsystems und der Reduzierung der Bürokratie werden endlich die Gelder frei, die für eine faire und gerechte Schule benötigt werden.

Die Politik: Her mit den Reformen!

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