Satire: „Homosexualität jetzt auch in Vorarlberg entdeckt!“

Nach Warnungen der Weltgesundheitsorganisation sowie des Vatikans und vereinzelten Ausbrüchen in europäischen Großstädten scheint sie nun auch in Vorarlberg angekommen zu sein: die Sexuellenorientierungsschwächenseuche (SOS-Seuche). WIESO? hat dazu die Lage mit der Landesbeauftragten für SOS, Brigitte Stadelfrau, besprochen.

Die Bombe ist geplatzt! Es musste eines Tages so kommen: Erste Fälle von Homosexualität sind jetzt auch bei uns in Vorarlberg aufgetaucht. Lange war davon die Rede, seit diese Art der so genannten Sexuellenorientierungsschwäche (SOS) zuletzt 1976 in der angrenzenden Schweiz in Zürich beobachtet wurde. „Dort gelang es dann aber, durch gezieltes Kampfbeten einen Ausbruch der Epidemie zu verhindern“, weiß Brigitte Stadelfrau zu berichten. In Vorarlberg war das Interesse erwartungsgemäß gering. „Einzig der Bischof der Diözese Feldkirch, Elmayer Fisch, erkannte bereits 2009 als einziger im Land die Gefahr und rief dazu auf, diese Krankheit durch eine Therapie zu bekämpfen und so einer SOS-Epidemie vorzubeugen“, so Stadelfrau, und weiter: „Ein weiser Ratschlag, den die Regierung damals besser befolgt hätte!“

Der Sprecher des „Krisenstabs SOS Vorarlberg“ Hermann Sausgut meint, die Bürgerinnen und Bürger seien seit Jahren belogen worden, man habe „verharmlost und vertuscht“. Er droht dem österreichischen Staat mit Anzeigen und fordert unter anderem den Rücktritt der Regierung.

„Tatsache ist, dass bereits mehrere Personen im öffentlichen Raum beobachtet wurden, auf jene die Symptome der Sexuellenorientierungsschwäche zutreffen dürften“, stellt Stadelfrau fest. So wurde vergangenen Samstag in den Bregenzer Seeanlagen eine ca. 33-jährige Frau dabei beobachtet, wie sie ihrer Begleiterin tief in die Augen schaute, sie zu sich heranzog und auf die Lippen küsste. Ein Feldkircher Bauer berichtet, dass er bei Forstarbeiten zwei spazierende Männer dabei beobachtet habe, wie sie sich an den Händen hielten, während sie gingen. Doch das dürfte erst die Spitze des Eisbergs sein. „Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass infizierte Personen sogar Sex miteinander haben und vom Irrglauben gegeißelt werden, eine „normale“ Paarbeziehung miteinander leben zu können“, erzählt Stadelfrau. In ganz besonders schweren Fällen und in fortgeschrittenem Krankheitsstadium solle es sogar zu einem Kinderwunsch kommen können. Welchen Rat hat die Expertin, um die Seuche in Vorarlberg doch noch abzuwenden, um so die katholische Unschuld und natürliche Reinheit des Ländles zu sichern? „Gemeinsam mit Vorarlbergs Ärzten und Ärztinnen raten wir dringend, sich impfen zu lassen.“ Impfvorräte würden in der kommenden Woche aufgestockt werden, auch die Kosten werden zur Gänze von den Kassen übernommen.

„Wer sich aber nicht völlig auf Impfungen verlassen möchte, was ich als Expertin auch rate, dem hilft nur eines: Beten!“, so Stadelfrau abschließend. Der Landesbischof habe zusätzlich bereits in Zusammenarbeit mit dem Landeshauptmann beim Bundesministerium für Familie wegen mobilen Bet-Truppen angefragt. Diese sollen spätestens in drei Tagen mit Helikoptern des Bundesheeres eingeflogen werden.

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2 Gedanken zu “Satire: „Homosexualität jetzt auch in Vorarlberg entdeckt!“

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