Global denken und lokal und global handeln

Bericht über den 3. Global Young Greens Congress

Die Jungen Grünen waren mit 2 Delegierten beim 3. Global Young Greens Congress in Dakar im Senegal vertreten. Die Global Young Greens sind ein 2007 in Nairobi im Vorfeld des World Social Forum gegründetes Netzwerk von jungen Grünen, von Aktivistinnen über Jugend _NGOs und Parteijugendorganisationen, die meistens aus der Umweltbewegung kommen.

Der dritte Kongress fand im Vorfeld der des Global Greens Conress statt, da die Global Young Greens über keine fixen Strukturen und Finanzierungen verfügen, werden alle Aktivitäten ehrenamtlich organisiert – egal ob es die Kongresse, globale Kampagnen oder Koordinationsaufgaben sind – das bringt die Teams oft an die Grenzen des Machbaren.

Bildung, Entwicklungspolitik und Frauenrechte waren die Schwerpunktthemen der Konferenz, zudem stand sehr viel Austausch am Programm. Da die meisten Teilnehmerinnen alle zusammen in der Jugendherberge im National Station untergebracht waren, ergaben sich auch sehr viele informelle Diskussionen und Gespräche.

Die Herausforderung bei der internen Organisation sind einerseits die unterschiedlichen Organisationsgrade aber auch die unterschiedlichen politischen Selbstverständnisse. Die Europäerinnen dominieren, dank ihrer hohen Organisations –  und Vernetzungsgrades massiv das Netzwerk, was auch von allen Seiten selbstkritisch reflektiert wurde. Andere Probleme  sind fehlende Ressourcen bei der Finanzierung der Arbeit.

Die Global Young Greens stehen zwar am Anfang, trotzdem zeigt das Netzwerk erste Erfolge: So gibt es einen regen Austausch zu diversen Themen die sich in ersten gemeinsamen Kampagnen wiederfinden. Global vernetzen sich die Global Young Greens einerseits mittels regelmäßiger Information und Austausch aber auch spezifisch zu Anlässen wie den COP –Verhandlungen rund um die Klimabewegungen.

Der Kongress wählte außerdem einen neuen Vorstand, der aus je 4 Vertreterinnen aus jeder der 4 Regionen besteht: Mit Michaela Prassl wurde nach Andreas Birnstingl und Lukas Beiglböck wieder eine Aktivistin von den Jungen Grünen in den Vorstand gewählt.

Anschließend an den Global Young Greens Congress fand der Global Greens Congress statt. Dieser war sehr von den kurz davor stattgefundenen Wahlen in Senegal geprägt, die sehr erfolgreich und demokratisch verlaufen sind und das Land in Feierlaune versetzten. Der Vorsitzende der lokalen Grünen Ali Haidar, Gründer einer Umwelt-NGO, die sich vor allem um das Meer kümmert, wurde zum Umweltminister ernannt. Ali Haidar hat auch die Global Young Greens kostenlos gehosted. Er ist ein sehr beindruckender und netter Mensch, der für einen Minister mehr als bescheiden ist.

Die Global Greens haben weiter an ihrer Struktur gefeilt, wobei die Europäerinnen weiterhin etwas auf der Bremse stehen, weil für die europäischen Grünen Europa und regionale Strukturen mehr im Vordergrund stehen. Die Grünen aus Österreich wurden durch Mathias Köchl aus Klagenfurt, der Landessprecherin aus Niederösterreich Madeleine Petrovic und Michaela Prassl von den Jungen Grünen vertreten. Monika Vana von den Wiener Grünen war als Mitglied des europäischen Parteivorstandes ebenfalls anwesend, sowie Lukas Beiglböck und Simon Hofbauer als Gäste.

Themen bei den Global Greens waren die stockenden Umweltprozesse wie Rio und COP innerhalb der UN, aber auch Frauenpolitik, Entwicklung und Demokratie.

Der Global Greens Congress war manchmal etwas stockend, aber dank sehr limitierter Interverbindungen mussten alle hinter ihren Smart-Phone und Notebooks hervorkriechen und mit einander reden, was den Kongress wahrscheinlich um einiges produktiver gemacht hat, als viele perfekt organsierte Konferenzen im europäischen Parteileben.

Nach spannenden aber auch anstrengenden Tagen kehrten wir motiviert und mit neuen Ideen zurück, ist doch gerade der Austausch und die Formulierung gemeinsamer Anliegen eine wichtige Reflexionsschleife für nachhaltige grüne Politik.

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